Mein Name ist Karsten Busch. Ich betreibe Modellbau seit meiner Kindheit. Schiffe, Autos und Flugzeuge, alles habe ich schon gemacht. Selbst beruflich beschäftige ich mich mit Modellbau. Historische Objekte in Minatur zu finden bei der Arteficia Navalis. Doch was noch fehlt sind Modellbau Hubschrauber. Meine Anfänge sind hier zu finden. Viel Spaß. Euer Karsten

Modellbau Hubschrauber Tipps

Tips für Anfänger im Modellbau Hubschrauber Hobby!

In diesem Tutorial wirst Du alle Bewegungen (Pitch, Heck, Roll und Nick) im Schweben durchführen. Dabei ist das Heck noch stets zu Dir gerichtet.

Bedenke: versuche beim Schweben immer etwa 50cm in der Luft zu sein, damit der Bodeneffekt den Helikopter (ferngesteuert) nicht eintritt. Die Bewegungen am Sender immer vorsichtig und nicht zu stark.
Noch ein Hinweis: Wenn man eine Seitwärts- oder Vorwärtsbewegung einleitet, muss man immer auch etwas mehr Gas (Pitch) geben, weil ein Teil des nach unten gerichteten Auftriebs zur Seite geht und dadurch der Hubschrauber absinkt.

Übung 1: Das Heck bewegen. Hin und her, aber immer wieder zurück in die Ausgangsstellung und von dort weiter.
Übung 2: Vorwärts und rückwärts (Nick) fliegen. Mit dem Heck Bewegungen um die Hochachse ausgleichen, so dass das Heck immer zu Dir zeigt.
Übung 3: Links und rechts (Roll) fliegen.
Ubung 4: und nun werden alle Bewegungen zusammen ausgeführt. Mit dem Gasknüppel (Pitch) wird die Höhe kontrolliert. Halt den Hubschrauber auf etwa 50cm. Mit dem Heck wird die Ausrichtung des Helikopters ferngesteuert immer so gehalten, dass das Heck zu dir zeigt. Mit dem rechten Steuerknüppel wird die Vorwärts- und Seitwärtsbewegung kontrolliert. Fliege nun die Kannten des Quadrats ab. Mal links rum, dann rechts rum. Nicht einfach, nicht wahr?

Und nun heißt es üben, üben, üben. Sorry, wenn ich das immer immer wieder sage, aber nur so bekommst Du die notwendige Routine. Und im nächsten Video wird es noch schwieriger und dann benötigst Du alle Übung aus diesem Tutorial.

Quelle:
http://www.youtube.com/watch?v=niRBUEMZWvw
http://www.mikeysrc.com/

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Endlich ist es so weit. In diesem Tutorial werden wir den Hubschrauber (ferngesteuert) zum ersten Mal schweben lassen. Juhu!
Was gilt es zu beachten?

  1. Wenn der Hubschrauber schwebt, reagiert er auf die Ausschläge der Steuerknüppel viel deutlicher. Wenn wir am Boden noch den Knüppel ganz nach links oder rechts, oben oder untern bewegen konnten, würde das bei einem schwebenden Hubschrauber ziemlich sicher zum Absturz führen.
  2. Am Boden hilft das Schleifen über den Boden, die Bewegung zu verlangsamen. Wenn der Hubschrauber allerdings schwebt und man macht eine Bewegung nach vorne und lässt den Steuerknüppel wieder in die Mittelstellung springen, fliegt der Hubschrauber weiter vorwärts. Nur eine kleine (wohlgemerkt kleine) Bewegung nach hinten stoppt die Vorwärtsbewegung.
  3. Ein ausbalanciertes Modell ist beim fliegen viel viel wichtiger, als nur beim schwimmen. Um also heraus zu finden, ob ein Hubschrauber gut ausbalanciert ist, lässt man ihn für einen ganz kurzen Moment schweben und dann wieder landen (ein “Hops”). Wenn er dort in eine Richtung tendiert, mit den Trimmschiebern gegensteuern.
  4. Der Bodeneffekt. Wenn der Hubschrauber etwa 50 cm (oder etwa der Durchmesser der Rotorblattebene) über dem Boden schwebt, verhält er sich wie auf einer Wabbelblase. Das wird durch den Luftstrom, der auf den Boden trifft, hervorgerufen. Man sollte also versuche, ein Stück höher zu schweben, um dem Bodeneffekt zu entgehen.
  5. Wenn es nach einem Absturz aussieht, ist es wichtig, den Gasknüppel an der Fernsteuerung sofort nach unten zu bewegen. Wer das nicht macht, geht Gefahr noch mehr Schaden (z.B. an den Getrieberitzel) zu verursachen.

So, nun geht’s aber los.

  1. Übung. Kleine Hops! Versuche den Hubschrauber für 2 Sekunden in der Luft auf einer Stelle zu halten. Dann wieder runter. Und wieder und wieder. Immer darauf achten, dass das Heck zu Dir zeigt.
  2. Übung. Schweben für 4 Sekunden. Es macht Sinn, von 1 bis 4 laut mit zu zählen. Man ist sicherlich ganz mit dem Modell beschäftigt, dass man sonst die Zeit vergessen würde. So lange üben, bis man sich damit sicher fühlt.
  3. Übung. Schweben für 4 Sekunden und dabei das Heck bewegen und dann wieder in die Ausgangsstellung zurück führen.

Und nicht vergessen: mindestens 3 x 30 min üben. Nur so erhaltet Ihr die notwendige Routine für Hubschrauber (ferngesteuert).

Quelle:
http://www.youtube.com/watch?v=IAiGTpEEUWE
http://www.mikeysrc.com/

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Im zweiten Tutorial haben wir gelernt, mit der Ausrichtung des Hecks zu dir zu fliegen. Im letzten Tutorial war die Ausrichtung mit der Nase zu dir. In diesem Video werden wir die selben Übungen machen, nur das der Hubschrauber jetzt mit einer Seite zu uns zeigt. Das ist die schwierigste Position von allen (naja, vielleicht noch dadurch getoppt, wenn der Hubschrauber auf dem Kopf fliegt :-) ).
Es kann sehr verwirrend sein, aber das macht nichts, so lange Du an die Übungen ganz langsam ran gehst. Und lieber einmal mehr zu Fuß den ferngesteuerten Helikopter wieder in die richtige Position stellen.
1. Teil: Nick Bewegung. Hubschrauber fliegt vorwärts und rückwärts, aber aus Deiner Position von links nach rechts. Hubschrauber um 180° drehen und weiter üben.
2. Teil: Roll Bewegung. Hubschrauber fliegt nach links und rechts, aber aus Deiner Position zu Dir oder von Dir weg. Hubschrauber um 180° drehen und weiter üben.
3. Teil: im Viereck schlittern.
4. Teil: Buchstaben schreiben.
Alle Übungen natürlich in seitlicher Stellung und versuchen, durch die Heck Funktion die seitliche Stellung immer bei zu behalten.

Quellen:
http://www.youtube.com/watch?v=FLgrzy_ITXE
http://www.mikeysrc.com/

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Das ist der 3 Teil der “Modellbau Hubschrauber Schule” für funkferngesteuerte Hubschrauber.
In diesem Video werden die Fähigkeiten der ersten zwei Tutorials vereinigt und erschwert dadurch, dass die Übungen mit der Nase des Hubschrauber zu Euch zeigend durchgeführt werden. Klingt zu Beginn einfach, aber Ihr werdet sehen, dass das garnicht so einfach ist, denn man muss die Bewegungen der Knüppel umdrehen.
Im ersten Teil der Übung geht es um die Heck Funktion. Man platziere also den Hubschrauber vor sich im Viereck mit der Nase zu sich zeigent. Dann gebt gerade so viel Gas, dass der Hubschrauber schwimmt und bewege dann den linken Knüppel nach links oder rechts. Nach jeder Bewegung soll der Hubschrauber wieder in die Startposition zurück gebracht werden.
Dann wird mit der Nick Funktion weiter gemacht. Den Hubschrauber vorwärts und rückwärts fliegen, äääh schliddern lassen :-) und immer darauf achten, dass die Nase zu Euch zeigt.
Na, was kommt nun? Klar, die Roll Funktion. Also den Hubschrauber nach links und rechts schliddern lassen. Auch hier wieder darauf achten, dass mit der Heck Funktion die Nase immer zu Euch zeigend gehalten wird.
Jede Bewegung einzeln betrachtet ist sicher nicht so schwierig, oder? Nun kommt aber die Herausforderung. Alle Funktionen zu vereinigen, in dem wir im Viereck fliegen. Das ist dann schon nicht mehr so einfach. Bitte so lange üben, bis es wirklich sitzt. Das sind die aller wichtigsten Übungen, die jeder aus dem “FF” beherrschen muss. Warum? Wenn später der Hubschrauber richtig fliegt und durch z.B. Wind abdriftet und droht gegen einen Gegenstand zu fliegen, muss man schnell die richtige Bewegung ausführen, um einen Crash zu vermeiden. Wenn man dann aber in die falsche Richtung steuert, weil die Nase zu einem zeigt und die Bewegungen genau anders herum sind, dann ist der Crash fast nicht mehr zu vermeiden.
Zum Schluss wird der Hubschrauber noch einmal mit dem Heck zu Dir aufgestellt und das Viereck ebenfalls umflogen. Komisches Gefühl, oder? Als Krönung kann man versuchen, Buchstaben des Alphabetes (A, B, C) zu fliegen. Das coole an dieser Übung ist, dass Ihr Euch in Euren Gedanken die Bewegung vorstellt und dann abfliegt. Eine der Voraussetzungen für späteren Kunstflug der funkferngesteuerten Hubschrauber, bei dem der Pilot bevor er die Übung durchfliegt, sie x-mal in den Gedanken durchflogen ist.
Diese Übung immer immer wieder üben, bis sie sitzt. Mindestens aber 3 x 30min, oder halt so lange, bis man sich sicher fühlt.

Quelle:
http://www.youtube.com/watch?v=UiC3mntQCic
http://www.mikeysrc.com/

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Das ist das Zweite Tutorial in der Reihe die “Modellbau Hubschrauber Schule”. Ziel dieser Übungseinheit ist, die Funktion von Nick und Roll kennen zu lernen. Wir erinnern uns (beschrieben auch in diesem Artikel): Nick ist die Bewegung der ferngesteuerten Hubschrauber nach vorne oder nach hinten durch Absenken der Nase oder deren Anheben und Roll ist die Seitwärtsbewegung nach links oder rechts. Beide Bewegungen werden mit dem rechten Steuerknüppel an der Fernbedienung erzielt. Nach vorne/hinten für vorwärts/rückwärts fliegen und links/rechts für links/rechts rollen.
Im ersten Übungsteil wird der Hubschrauber (schwimmend, nicht fliegend) im abgesteckten Viereck nach vorne oder nach hinten bewegt. Sollte das Heck ausbrechen, muss man mit der Heck Funktion (links/rechts des linken Steuerknüppel, bekannt aus dem ersten Tutorial) gegensteuern, so dass immer das Heck zu uns zeigt. So lange üben, bis man sicher darin ist.
Im zweiten Übungsteil wird der Hubschrauber von links nach rechts und zurück bewegt. Auch hier gilt, dass man mit der Heck Funktion die Orientierung des Hubschraubers (Heck zu dir) beibehält.
Im letzten Teil der Übung werden wir mit dem ferngesteuerten Hubschrauber an der Kante entlang im Viereck fliegen. Sorry, rutschen. Das vereint die beiden o.g. Übungen. Nach ein paar Runden ruhig mal die Richtung wechseln. Dabei bleibt das Heck weiterhin mit dem Heck zu uns.
In dieser Übung kann man gut erkennen, weshalb es wichtig ist, sich auf dem Boden das Viereck abgesteckt zu haben. Es gibt einem eine gute Orientierung.

Auch diese Übung wieder mindestens 3 x 30min durchführen, bis die Bewegungen sitzen.

Quelle:
http://www.youtube.com/watch?v=DFzja0W_Iks
http://www.mikeysrc.com/

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Herzlich willkommen zur Modellbau Hubschrauber Schule – Tutorial 1.

Viele von Euch mögen genau so Anfänger sein wie ich. Man kann sich das Modellbau Hubschrauber fliegen autodidaktisch beibringen, in einen Modellflugverein gehen (die sicher beste Variante) oder durch Tutorials/Lernvideos Schritt für Schritt lernen.
Bei YouTube habe ich dieses Video-Tutorial (s.u.) gefunden. Es hat mich sehr begeistert und war das Beste was ich gesehen habe (gerne nehme ich weitere Tipps entgegen).
Es ist von Mikey aus den USA und zu finden unter http://www.mikeysrc.com/ oder bei YouTube unter http://www.youtube.com/user/MikeysRC.
Es ist natürlich in Englisch, aber ich glaube für jeden verständlich. Trotzdem werde ich hier die wichtigsten Infos aus dem Video auf Deutsch beschreiben.
Für wen ist das Tutorial? Grundsätzlich für alle, die lernen wollen, wie man einen Modellbau Hubschrauber fliegt. Wer aber mit einem 30Euro “3-Kanal, Koaxial, Fixed-Pitch, horizontal Heckrotor Hubschrauber” beginnt, wird mit dem Tutorial nicht weiter kommen, denn es richtet sich an eine etwas anspruchsvollere Modellklasse. Du brauchst einen Koaxial Hubschrauber, mit vertikalem Heckrotor. Ob nun Fixed (FP) oder Collectiv Pitch (CP) ist nicht ausschlaggebend. Also mindestens ein 4-Kanal Modell.
Das wäre auch meine Empfehlung mit einem solchen Modell in die Welt der Modellbau Hubschrauber einzusteigen.
Zudem ist es empfehlenswert, wenn die Fernsteuerung auf Mode 2 (siehe dazu auch folgenden Artikel) einzustellen wäre, weil man dann die Bewegungen im Video nachvollziehen kann. Um dem Video zu folgen ist das zwar nicht zwingend erforderlich, macht die Sache aber etwas komplizierter da man ständig umdenken muss.

Bevor es los gehen kann, vier Anmerkungen.

  1. Befestigen Sie an Ihrem Hubschrauber ein Trainingsgestell. Mit einem Trainingsgestell ist ein Hilfsmittel gemeint, dass der Hubschrauber nicht zur Seite kippen und damit Schäden an den Rotoren vermieden werden können. Einen 100% Schutz vor Schäden bei Abstürzen gibt das zwar nicht, aber immer hin.
  2. Im Video wird empfohlen, auf dem Fußboden, auf dem man übt, ein Viereck abzustecken (z.B. mit Tape oder einer Kordel). Etwa 3m x 3m. Das ist sehr von Vorteil, weil es gedanklich einen Rahmen gibt und im Laufe der Übungen als Referenz dient.
  3. Wo sollte man üben. Im Video ist eine Garage gezeigt. Das geht. Es sollte ein Ort sein, wo für diese Anfängerübungen absolut kein Wind weht und der mindestens einen Raum von 4m x 4m (besser 5m x 5m) ohne Gegenstände bietet.
  4. Wie häufig sollte man üben. Die Länge einer einzelnen Übung hängt natürlich davon ab, wie lange der Akku hält und wieviele Akkus man zum tauschen hat. Ich empfehle dringend, die Lektionen der Übung im Video mindestens 3x30min zu machen und erst dann zum nächsten Video zu wechseln. Je sicherer Du bei den Übungen wirst, desto besser wird später die Koordination bei komplexen Bewegungen. Und eins lasst Dir hier sagen. Wer hier an Übungszeit spart, der wird es später doppelt zahlen. Nämlich in Ersatzteilen für den geschrotteten Hubschrauber.

So, nun kann es los gehen.
Vor jeder Übung solltet Ihr kontrollieren, ob der Hubschrauber ausbalanciert ist. Was heißt das? Wenn Ihr den Hubschrauber an den um 90° zur Längsachse stehenden Paddelstangen anhebt, sollte er waagerecht hängen und nicht mit der Nase nach unten oder oben zeigen. Das kann häufig dadurch passieren, dass der Akku nicht richtig drin sitzt, oder das Trainingsgestell nicht mittig unter dem Hubi angebracht wurde.
Das gleiche macht Ihr mit den parallel zur Längsachse gestellten Paddels. Jetzt darf der Hubi nicht zu einer Seite tendieren. Sollte das eine oder andere auftreten, bitte die Akkuposition und das Trainingsgestell prüfen. Ggf. müssen kleine Gewichte angebracht werden.

Dann wird im Video gezeigt, was es bedeutet eine Fernsteuerung im Mode 2 zu haben. Welcher Kanal mach was. Was genau Fernsteuer Modi sind, wird noch einmal hier erklärt.

4-Kanal Fernbedienung im Modus 2

4-Kanal Fernbedienung im Modus 2

Nachdem man nun die Fernbedienung angeschaltet und sichergestellt hat, dass der Gasknüppel ganz nach unten zeigt und alle Trimmregler mittig sind, schließt man den Akku an. Bitte einen Moment ruhig warten, bis der Gyro sich kalibriert hat.
Dann wird der Hubschrauber mit der Nase von dir weg mitten in das Feld auf den Fußboden gestellt.
Als erstes testet man, ob der Hubschrauber in eine Richtung tendiert, wenn man mit dem Gashebel langsam soviel Gas gibt, dass er anfängt zu schwimmen. Wenn er zu einer Seite oder nach vorne/hinten schliddert, dann mit den entsprechenden Trimmschiebern nachregeln und danach noch einmal probieren. Bitte keine Wissenschaft daraus machen. Es muss nur einiger maßen passen.

Die erste Übung ist das Spiel mit dem Heck (linker Knüppel die Bewegung links oder rechts). Dabei wird gerade so viel Gas gegeben, dass der Modellbau Hubschrauber schwimmt (nicht abhebt) und mit der Bewegung des Knüppels nach links oder rechts mit der Nase nach links oder rechts dreht.
Nach Möglichkeit versuchen, nicht mit den anderen Kanälen gegen zu arbeiten. Lieber einmal mehr per Hand den Hubschrauber auf die Ausgangsposition zurück stellen.
Ziel ist, den Modellbau Hubschrauber in verschiedenen Winkeln zu Dir abzustellen und ihn dann wieder in die Ausgangsstellung (mit dem Heck zu Dir) zurück zu bringen.

Auch wenn die Übung einfach erscheint. Bitte nicht ungeduldig werden und mindestens 3 x 30min durchführen.

Hier das Video von Mikey:

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Tutorial 2


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Was ist eigentlich Trimmen? Einmal wurde bereits das Thema Trimmen in einem anderen Artikel über die Belegung der Kanäle von mir angesprochen. Bei Wikipedia ist zu dem Thema folgendes zu finden:
“Als Trimmung bezeichnet man das Ausrichten von Körpern in eine gewünschte Lage. Besonders häufig wird dieser Begriff im Zusammenhang mit Wasserfahrzeugen oder Luftfahrzeugen gebraucht. Die Trimmkräfte sollen dabei die Kräfte ausgleichen, die die Lage des Körpers verändern würden.”
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Trimmung

Einfache Hubschrauber (ferngesteuert) haben keine Möglichkeit des Trimmens am Modell selbst. Man kann lediglich über Schieberegler oder Tasten an der Fernsteuerung einzelne Kanäle einstellen. Bei komplexeren Modellen hat man dahin gegen eine ganze Reihe von Trimmmöglichkeiten.

Spurlauf der Rotorblätter:
Das bedeutet, dass beide Rotorblätter in einer Ebene drehen. Das kann man im Stillstand nicht erkennen. Dafür müssen sich die Rotorblätter drehen. Um dabei unterscheiden zu können, welches Blatt man trimmen muss, klebt man zwei unterschiedlich farbige Tape-Streifen auf die Enden. Nun ist, wenn man in Höhe der Rotorblätter, also von der Seite her peilt, gut zu erkennen, ob ein Blatt höher oder niedriger steht. Ist dem der Fall, muss man den Anstellwinkel eines Rotorblattes verändern. Mehr Anstellwinkel, und das Blatt geht nach oben, weniger Anstellwinkel und das Blatt geht nach unten. Ziel ist, dass beide Blätter in der Höhe des Rotorkopfes drehen. Um den Anstellwinkel zu ändern, nimmt man die Gelenkstangen ab und dreht den Kopf (der Gelenkstange) um eine oder zwei Umdrehungen rein oder raus. In welche Richtung und wieviel muss man durch Probieren heraus finden.

Das Gyroskop:
Das Gyro ist dafür da, dass sich der Hubschrauber (ferngesteuert) um die Hochachse (Rotorachse) stabilisiert. In einigen Modellen werden auch noch andere Richtungen (z.B. das Rollen) beeinflusst. Sprich, wenn ein Windstoß das Modell drehen sollte, registriert das Gyro die Bewegung und verändert den Anstellwinkel des Heckrotors und wirkt so der Bewegung entgegen.
Wie stark oder schwach er reagiert kann man einstellen. Entweder durch eine Schraube (Potentiometer) oder durch ein Menü. Bei einigen Modellen kann man sogar die Einstellung von der Fernsteuerung aus vornehmen. Hat man den Gyro zu stark eingestellt, mach er eine Art Pendelbewegung.

Die Taumelscheibe:
Sie dient dazu, die Bewegungen der Servos auf den sich drehenden Rotorkopf zu übertragen. In Nullstellung sollte sie so eingestellt sein, dass sie absolut waagerecht liegt. Ist dem nicht so, so kann durch Drehen an den Gelenkstangenköpfen das Niveau eingestellt werden.

Der Heckrotor:
Hier gilt, wie bei allen anderen auch, dass bei Nullstellung (Knüppel und Trimmschieber an der Fernsteuerung in Mittelposition) der Arm des Servos so steht, dass er in beide Richtungen maximal ausschlagen kann. Der Rest, wie man den Heckrotor einstellt, ist von Hubi zu Hubi unterschiedlich und sollte in der Bedienungsanleitung nachgelesen werden.

Last but not least. Das Gleichgewicht:
Ein ready-to-fly (RTF) Hubschrauber (ferngesteuert) ist vom Werk aus im Gleichgewicht (so sollte es auf jedenfall sein :-) ) sein. Um zu sehen, ob ein Hubschrauber im Gleichgewicht ist, hebt man Ihn am Rotorkopf an. Dann sollte er waagerecht hängen und nicht zu einer Seite tentieren. Das würde dann bedeuten, dass er auch in diese Richtung im Flug giert und man das mit Knüppelbewegungen am Sender ständig ausgleichen müsste. Ein Ungleichgewicht kann z.B. daher kommen, dass man einen schwereren Akku verbaut hat. Das muss dann durch entsprechende Gegengewichte ausgeglichen werden.

Andere Artikel:
Belegung der Kanäle auf der Fernsteuerung für ferngesteuerte Hubschrauber.


Wer sich einen ferngesteuerten Helikopter kauft, wird sich ziemlich gleich nach dem Öffnen der Packung damit auseinander setzen müssen, welcher Kanal ist auf der Fernsteuerung wo belegt? Ein Blick in die Bedienungsanleitung wird Klarheit verschaffen, aber mal gundsätzlich: welche Funktionen gibt es? Einen ausführlichen Artikel über die Grundfunktionen eines Hubschraubers habe ich hier beschrieben.

  • Pitch= auf und ab (bei fixed Pitch Modellen wird die Drehzahl geregelt, bei kollektivem Pitch die Anstellung der Rotorblätter)
  • Nick = vorwärts und rückwärts oder einfacher gesagt, Nase runter oder Nase hoch
  • Roll = rollen um die Längsachse oder einfacher gesagt, die Bewegung nach Links oder rechts
  • Heck = Drehung um die Hoch-/Rotorachse

Leider haben nicht alle Hubschrauber die selbe Steuerung, geschweige denn die selbe Kanalbelegung. Fangen wir mit der Steuerung an.
Pitch: haben Modelle einen festen Anstellwinkel (fixed Pitch), dann wird auf und ab durch die Drehzahl geregelt. Bei einem verstellbaren Anstellwinkel (kollektiven Pitch) der Rotorblätter, wird auf und ab durch Verstellung der Anstellwinkel bei konstanter Drehzahl erreicht.
Nick: bei einfachen Modellen ohne Taumelscheibe und ohne verstellbarem Anstellwinkel wird das Nicken durch einen horizontalen Rotor am Schwanz des Hubschraubers erreicht. Bei komplexeren Modellen wird diese Bewegung durch ein Verstellen der Anstellwinkel der Hauptrotorblätter erreicht. Wer es genau wissen will, kann es hier nachlesen.
Roll: wird bei den komplexeren Modellen genau so erreicht, wie die Nick Bewegung. Bei den einfachen Hubis gibt es diese Bewegung schlicht und einfach nicht.
Heck: das Drehen um die Rotorachse wird bei koaxial Hubschraubern durch eine Veränderung der Drehzahl eines der zwei Hauptrotoren erreicht. Bei den komplexeren ferngesteuerten Helikoptern durch Justierung der Schubkraft des vertikalen Heckrotors.

Kommen wir nun zur Kanalbelegung:
Bei preisgünstigen Modellen ist die Belegung der Kanäle an der Fernsteuerung meist fest vorgegeben. Erst bei Höherwertigen Modellen kann die Belegung der Knüppel verändert werden.
Koaxial Hubschrauber haben in der Regel eine 3 Kanal Fernsteuerung, weil ein Rollen nicht vorhanden ist.
Belegungsbeispiel:
Linker Knüppel: auf/ab = hoch runter
Rechter Knüppel: auf/ab = vor zurück und Links/rechts = im Uhrzeigersinn gegen Uhrzeigersinn um die Rotorachse

Eine 3 Kanal Fernbedienung mit Kanalbelegung

Eine 3 Kanal Fernbedienung mit Kanalbelegung

Für alle Modelle, die über alle vier o.g. Bewegungen verfügen, gibt es so genannte Modi, die, wie es mir scheint, international einheitlich sind.
Mode 1: linker Knüppel: auf/ab = Nick; L/R = Heck; rechter Knüppel: auf/ab = Pitch; L/R = Roll
Mode 2: linker Knüppel: auf/ab = Pitch; L/R = Heck; rechter Knüppel: auf/ab = Nick; L/R = Roll
Mode 3: linker Knüppel: auf/ab = Nick; L/R = Roll; rechter Knüppel: auf/ab = Pitch; L/R = Heck
Mode 4: linker Knüppel: auf/ab = Pitch; L/R = Roll; rechter Knüppel: auf/ab = Nick; L/R = Heck
Bleibt zum Schluss die Frage, welchen Modi sollte man wählen? Wer in einem Flugverein ist, sollte sich an den dort üblichen Modi halten, damit beim lernen besser abgeschaut werden kann.
Am meisten wird der Modus 2 geflogen. Ebenfalls etabliert hat sich der Modus 4, weil er dem der Modellbau Flugzeuge ähnelt. An sonsten so, wie es einem gefällt.

4 Kanal Fernbedienung im Modus 2

4 Kanal Fernbedienung im Modus 2

Ach ja, eins noch: wozu sind die Schieberegler an der Fernsteuerung? Sie dienen zum fein tuning (dem sog. Trimmen) des jeweiligen Kanals. Sollte also der ferngesteuerte Helikopter in eine Richtung tendieren, kann man hiermit entgegenwirken.


Die Frage lautet: wie und wieso fliegt ein funkferngesteuerter Hubschrauber in die Richtung in die ich ihn haben will? Viele, die gerade angefangen sind mit dem Hobby, werden sich jetzt denken: “wenn der das mal tät!” Das steht auf einem anderen Blatt. Hier die Grundlagen für die vier Bewegungsrichtungen und wie sie entstehen.

Steigen und Sinken: grundsätzlich wird das Steigen oder Sinken durch die Hauptrotorblätter erzielt. Bei Rotorblättern, die einen fest eingestellten Anstellwinkel (sog. Fixed Pitch) haben, wird dieser Effekt durch die Erhöhung oder Verringerung der Drehzahl erreicht. Kann hingegen der Anstellwinkel über Servos (kollektiver Pitch) gesteuert werden, herrscht eine gleichbleibende Motordrehzahl. Durch eine Veränderung des Anstellwinkels wird so mehr oder weniger Auftrieb erzeugt, das zu einem Steigen oder Sinken des Hubschraubers führt. An dieser Funktionalität kann man einfache von komplexen Modellen unterscheiden, da ein fester Pitch einfacher und günstiger Bauteile hat. Diese unterschiedliche Art der Steuerung hat noch einen weiteren Einfluss. Ein drehzahlgesteuertes Modell verändert ständig die Drehzahl und damit auch das Drehmoment des Motors, das sich direkt auf das Flugverhalten auswirkt.. Eine Änderung des Drehmomentes führt dazu, dass sich das Modell um die Rotorachse nach Links oder rechts dreht. Ist kein Gyro an Board, muss man diese Bewegung mit der Fernbedienung ausgleichen. Hier ist das Problem zu finden. Ein fixed Pitch funkferngesteuerter Hubschrauber ist billiger und wird damit eher von den Anfängern gekauft, ist aber schwerer zu fliegen als ein kollektiver Pitch Modell.

Vorwärts und Rückwärts: die Rotorachse ist starr im Heli eingebaut. Nur am Rotorkopf, da wo die Rotorblätter angebracht sind, können freie Bewegungen in alle Richtungen ausgeführt werden. Dazu werden Bewegungen von Servos über die Taumelscheibe an den Rotorkopf übertragen. Für den Vorwärtsflug muss die Nase des Hubschraubers nach unten geneigt werden, damit ein Teil der nach unten gerichteten Auftriebskraft nach Hinden gerichtet wird. Wie macht man das? Befindet sich das Rotorblatt vorne, wird der Anstellwinkel verringert. Befindet sich der Rotor hinten, so wird der Anstellwinkel vergrößert. Dadurch wird die Rotorblattebene schräg nach vorne geneigt. Die Nase neigt sich nach unten und der Hubschrauber fliegt vorwärts. Um rückwärts zu fliegen, wird das Prinzip umgekehrt. Diese Funktion wird Nick genannt.
Aber Achtung: Mit jeder Bewegung nach Vorne (oder nach hinten) verliert der Hubschrauber an Höhe, weil ein Teil der Auftriebskraft in eine Vortriebskraft umgewandelt wird. So muss also der Pilot bei Beginn des Vorwärtsfluges auch immer etwas mehr “Höhentrieb”, sprich Pitch geben, um den Hubschrauber auf einer Höhe zu belassen.
Bei den ganz einfachen koaxial Modellen mit fixed Pitch und ohne Taumelscheibe, übernimmt ein waagerecht angebrachter Heckrotor die Aufgabe, die Nase des Hubschraubers nach unten zu “drücken”.

Seitwärtsbewegung nach Links und rechts: diese Bewegung wird Rollen genannt. Das kann man sich dadurch merken, dass es eine rollende Bewegung um die Längsachse (Linie von der Nase zum Heck) ist. Diese Bewegung wird genau so erzielt wie oben bei der Vorwärts- / Rückwärtsbewegung beschrieben. Nur das jetzt auf einer Seite der Anstellwinkel erhöht und auf der anderen Seite verringt wird.

Kurven fliegen (oder die Bewegung um die Rotorachse): diese Bewegung wird Gieren ode Heck genannt. Wie oben beschrieben, ist für vor- zurück, hoch-runter und links rollen-rechts rollen ist Hauptrotor verantwortlich. Wenn also der funkferngesteuerte Hubschrauber nach vorne fliegt und sich dabei um die eigene Hochachse dreht, wird aus dieser Kombination von zwei Bewegungen ein Kurvenflug.
Bei einem koaxial Hubschrauber erreicht man diese Bewegung dadurch, dass man einen der beide Motoren langsamer (oder schneller) drehen lässt. Dadurch verändert sich das Drehmoment (das bei ruhig schwebendem Hubschrauber im Gleichgewicht ist) und der Hubi dreht sich um die Rotorachse. Im Klartext: höhere Drehzahl des Steuerrotors (oben) im Vergleich zum Tragrotor (unten), so ist das Drehmoment des Steuerrotors größer, so dass der Hubschrauber in Richtung des Tragrotors dreht.
Bei einem Hubschrauber mit einem Hauptrotor gibt es dieses entgegenwirkende Drehmoment eines zweiten Hauptrotors nicht. Dafür ist der senkrecht gestellte Heckrotor da. Hätte der Hubschrauber diesen nicht, würde er sich unkontrolliert im Kreis drehen. Der Heckrotor funktioniert exakt so, wie der Hauptrotor. Nur das er nicht nach unten, sonder zur Seite “Luft pustet”. Dadurch, dass der Heckrotor an dem langen Schwanz des funkferngesteuerten Hubschraubers angebracht ist, wirkt dieser wie ein Hebel und deshalb kann der Heckrotor im Durchmesser auch viel kleiner als der Hauptrotor sein. Er ist immer so eingestellt, dass er genügend Luftstrom erzeugt, um gegen das Drehmoment des Hauptrotors zu drücken. Für das Feintuning sorgt der Gyro. Möchte man nun eine Kurve fliegen, so wird kurzzeitig weniger (oder mehr) Schub auf dem Heckrotor gegeben, und der Hubschrauber dreht sich um die Hauptrotorachse.

Noch Fragen? :-)

Ähnliche Artikel:

Was ist Fixed Pitch und Collectiv Pitch


Heute möchte ich mich mit den Thema beschäftigen, ab wann man ferngesteuerte Hubschrauber als Indoor oder Outdoor Modelle bezeichnet. Wie bei so vielen Fragen rund um den Modellbau Hubschrauber ist auch diese nicht ganz eindeutig zu beantworten.
Ich denke jedem ist klar, dass Benzin betriebene Hubschrauber nicht in die Wohnung passen. :-) Das sind definitiv Outdoor Hubschrauber. Zumal sie auch, wie ich gleich erklären werde, auf Grund Ihres Gewichtes besser nach draußen passen.
Definitiv zu den Indoor Hubschraubern gehören die ganz ganz kleinen, zumeist Koaxial Hubis. Natürlich gibt es auch schon in dieser Größe Modelle mit einem Rotor. Sie wiegen 450g und weniger und haben meist einen Rotordurchmesser unter 450mm. Sie sind auf Grund ihres Gewichtes zu anfällig für jeden kleinen Windhauch. Dort reich häufig schon die aufsteigende heiße Luft einer Heizung, um sie abtreiben zu lassen. Zudem haben die Hubis häufig nur 2 oder 3 Kanäle, was ein Entgegensteuern bei Seitenwind unmöglich macht. Ein durch Wind seitwärts gedrückter Modellbau Hubschrauber kann durch eine Rollbewegung (um die Längsachse) wieder auf Kurs gebracht werden. Ist diese Funktion, wie bei 2 oder 3 Kanälern nicht vorhanden, sieht es schlecht aus. Sie sind eher als Fun-Modell zu bezeichnen. Was aber nicht darüber hinweg täuschen soll, dass sie eben auch “Fun” machen. Es sind halt nur einfache Flugmanöver damit möglich.
Die Fachwelt ist sich nicht ganz einig. In vielen Büchern und Foren kann man lesen, dass ab etwa 700 bis 800g oder 700 bis 800mm Rotordurchmesser der Outdoor Bereich anfängt. Da streiten sich die Gelehrten. Klar ist, dass auch da gilt: je weniger Wind, desto besser. Diese ferngesteuerten Hubschrauber sind aber schon so schwer, haben so viel Kraft und sind durch Ihre volle Steuerbarkeit in allen Achsen in der Lage, den Windstößen entgegen zu wirken. Noch besser allerdings sind Modelle jenseits der 1,5kg und 1000mm Rotordurchmesser.

Fazit: kleine Modell mit 2 oder 3 Kanälen und einem Gewicht unter 450g (400mm Rotordurchmesser) sind definitiv Indoor-Modelle. Bis 750g sind es schwer zu beherrschende Outdoor-Modelle und ab 1,5kg und 1000m Rotordurchmesser können ferngesteuerten Hubschrauber als Outdoor-Modelle bezeichnet werden.

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